Faschingskostüme - warum wir gerne in andere Rollen schlüpfen

Fasching ist für viele schlicht und einfach eine Zeit, in der sie sich in Faschingskostüme hüllen und feiern, was das Zeug hält. Manche mögen den Fasching oder auch Karneval, wie er in einigen Gegenden Deutschlands heißt, gar nicht. Diese Faschingsmuffel bleiben dann zuhause und lassen sich nicht von der guten Laune anstecken, die überall verbreitet wird. Alle anderen, die Fasching lieben, werfen sich die Faschingskostüme über und zeigen auch mal ganz andere Seiten von sich. Alles im Schutz des "nicht-erkannt-werdens" - zumindest dann, wenn man sich ein zünftiges Faschingskostüm ausgesucht hat und sich so verkleidet, dass einen keiner erkennt.

Dabei ist es recht interessant zu erfahren, warum wir uns eigentlich so gerne verkleiden. Psychologen könnten darüber Bücher schreiben, denn in der Tat hat es etwas mit der Psyche zu tun. Doch so weit wollen wir nun nicht gehen. Aber lassen Sie uns dennoch mal kurz überlegen, warum uns Faschingskostüme so gefallen und wir uns so gerne unkenntlich machen.

Tun und lassen, was man will

Das ist zumindest der Hauptgrund, den man anbringen kann. Wenn man nicht erkannt wird, dann kann man Dinge tun, die man sonst nicht tun würde. Wer hat nicht schon mal davon geträumt, sich mit einer Tarnkappe unsichtbar zu machen und so von anderen ungesehen, Sachen zu machen, die sonst tabu wären. Nun, die Tarnkappe als Faschingskostüm muss noch erfunden werden, aber es genügt vielen schon, sich an Fasching eine Maske über zu werfen und von allen unerkannt, die verrücktesten Sachen tun zu können.

Aber auch die Tatsache, dass man in Rollen schlüpfen möchte, die man sonst nicht ausfüllen würde, ist ein Grund, warum viele Faschingskostüme zu ihrem besten Freund zählen. Wer es beruflich schafft, der ist Schauspieler und kann somit tagtäglich in eine andere Rolle schlüpfen, der "Normalsterbliche" geht eben auf den Fasching. Dort ist man dann - je nach dem eigenen Gusto - ein braver Pfarrer, ein cooler Gigolo, ein verrückter Hippie oder auch ein Monster, das Angst und Schrecken verbreitet. Hier kann man Rollen einnehmen, die man so richtig ausleben kann und die einem im Alltag keiner zutrauen würde. Versuchen Sie es doch mal, Sie werden sehen, dass es einen Heidenspaß machen wird. Aber geben Sie sich nicht zu erkennen!

Keine Faschingskostüme für Spaßbremsen

Es soll ja Menschen geben, die mit Fasching nichts anfangen können, die aber dennoch auf Faschingsfeiern gehen. Die einfallsreichen Faschingskostüme dieser Zeitgenossen bestehen dann aus Pappnase und einem Pappbecher, der als Hut umfunktioniert wird. Á la Gerhard Polt in "Kehraus", der gar nicht so genau weiß, was er denn auf der Faschingsfeier soll und nur, weil halt jeder hingeht, als Mitläufer in Erscheinung tritt. Diese Spaßbremsen braucht keiner. Sorry, aber es ist so. Wem es keinen Spaß macht, sich in Faschingskostüme zu hüllen und mal so richtig die Sau raus zu lassen, der sollte zuhause bleiben. Wer dagegen Lust am Verkleiden hat und sich vielleicht jedes Jahr etwas Neues ausdenkt oder sogar mehrere Faschingskostüme zuhause hat, der ist auf jeder Faschingsfeier herzlich willkommen.

Sapß mit allerlei Kostümen zum Fasching

Und um nun mal den ganzen Psychologie-Kram beiseite zu lassen, den wir gerade kurz angerissen haben: Fasching ist dafür da, um sich zu amüsieren. Wer das kann, prima, wer das nicht kann und nicht will, auch kein Problem. Wer es nicht erwarten kann, bis die nächste Faschingsfeier startet, der kann sich bei uns schon mal ein wenig umsehen und sich aus den zahlreichen Faschingskostümen die schönsten aussuchen. Was wollten Sie denn schon immer mal sein? Eine Prinzessin? Ein Werwolf oder vielleicht Rotkäppchen? Alles, was Sie wollen!

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